Dickdarmspiegelung (Koloskopie)

Im Rahmen der Koloskopie werden der gesamte Dickdarm sowie das Ende des Dünndarms (terminales Ileum) untersucht. Die Untersuchung wird in der Regel unter Sedierung durchgeführt, sodass der Patient keinerlei Schmerzen verspürt. Meist liegt die Untersuchungszeit bei etwa 20 Minuten.

Um den Darm überhaupt beurteilen zu können, wird er während der Untersuchung mit Luft aufgeblasen. Obwohl diese weitgehend wieder abgesaugt wird, kann es nach der Untersuchung gelegentlich zu Blähungen und leichten Bauchschmerzen kommen. Wird der Darm hingegen mit Kohlendioxid (CO2) gefüllt, kann dies wesentlich schneller entweichen, sodass Bauchschmerzen so gut wie nicht mehr in Erscheinung treten. Sollten Sie die Untersuchung mit CO2 wünschen, sprechen Sie uns beim Aufklärungsgespräch darauf an.

Eine Darmspiegelung sollte bei folgenden Symptomen durchgeführt werden:

Darmkrebsvorsorge
Chronischer Durchfall
Blut im Stuhl / schwarzer Stuhl
Bauchschmerzen
Unerklärter Gewichtsverlust
Blutarmut (Anämie)
Schwere Verstopfung
Bei Nachweis von okkultem (nicht sichtbarem) Blut im Stuhl
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (M. Crohn und Colitis ulcerosa)
Nachsorge nach Darmkrebs
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Besonders hervorzuheben ist der Stellenwert der Darmspieglung als Vorsorgeuntersuchung zur Verhinderung von Darmkrebs. Diese Untersuchung wird ab dem 55. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, ab dem 50. Lebensjahr wird bereits ein jährlicher Stuhltest bezahlt. Immer noch erkranken jährlich etwa 75.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs, 25.000 sterben daran. Durch rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen lässt sich Darmkrebs verhindern, da hierbei gutartige Vorstufen des Darmkrebses (Polypen) leicht erkannt und sicher entfernt werden können.

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